Fallstudie

Menschenrechtliche Folgenabschätzung bei Mondelēz International

Übersicht

Mondelēz International und twentyfifty arbeiten bereits seit mehr als 10 Jahren zu menschenrechtlichen Themen zusammen. Im Jahr 2019 wurde twentyfifty beauftragt, eine Lückenanalyse der bestehenden menschenrechtlichen Sorgfaltsprozesse durchzuführen und einen Arbeitsplan für Verbesserungsmaßnahmen zu entwickeln. Eine wesentliche Empfehlung unserer Analyse war die Durchführung von mehreren menschenrechtlichen Folgenabschätzungen an den wichtigsten Produktionsstandorten, um menschenrechtliche Risiken und Geschäftsabläufe vor Ort besser zu verstehen.

Die Herausforderung

Mondelēz brauchte ein besseres Verständnis für menschenrechtliche Risiken an seinen Produktionsstandorten, insbesondere zum Thema Zwangsarbeit. Es wurden die Standorte Thailand und Malaysia ausgewählt. Dort waren in der Vergangenheit bereits Sozialaudits und Schreibtischrecherchen zu den potenziellen Risiken durchgeführt worden. Die Aussagekraft dieser Daten über konkrete menschenrechtliche Auswirkungen war jedoch begrenzt. Daher wurde twentyfifty damit beauftragt, zwei menschenrechtliche Folgenabschätzungen vor Ort durchzuführen. Ziel war es, das konkrete Wissen über die Probleme vor Ort zu vertiefen, vorhandene Sorgfaltsprozesse zu dokumentieren, und Anreize für interne Teams zu identifizieren, Probleme zukünftig anzugehen.

Unser Ansatz

twentyfifty führte die Folgenabschätzungen mithilfe seiner unternehmenseigenen, führenden Methodik für menschenrechtliche Folgenabschätzungen durch. Die Arbeit umfasste u.a. Austausche mit Experten und partizipatorische Interviewtechniken, die darauf ausgerichtet waren, das Vertrauen der Arbeitnehmer in den Prozess zu fördern. Wir legten auch von Anfang an Wert darauf, das Vertrauen der lokalen Managementteams in die Untersuchung zu stärken und Ziele gemeinsam zu definieren. Wir passten unser Vorgehen täglich auf Grundlage der Erkenntnisse des vorangegangenen Tages und in Abstimmung mit den lokalen Managementteams an. Nach Abschluss der Untersuchungen entwarfen wir gemeinsam mit den beiden Standorten in mehreren Durchläufen einen Aktionsplan. Diese regelmäßige Kommunikation mit dem Management vor Ort war wichtig für den Erfolg des Projektes und sorgte dafür, dass sich die lokalen Teams für die Ergebnisse und die Umsetzung der Folgemaßnahmen verantwortlich fühlten.

Ergebnisse

Die beiden Bewertungen halfen den Standorten, ihre Menschenrechtsrisiken (insbesondere in Bezug auf Zwangsarbeit) und den Reifegrad ihrer bestehenden Sorgfaltsmaßnahmen besser einzuschätzen. Diese Erkenntnisse ergänzten die Ergebnisse aus früheren Sozialaudits und verdeutlichten den Mehrwert von menschenrechtlichen Folgenabschätzungen.

Es gab auch noch weitere positive und langfristigere Auswirkungen für das Unternehmen. Die Ergebnisse der Folgenabschätzungen trugen dazu bei, Führungskräfte des Unternehmens für das Menschenrechtsprogramm zu sensibilisieren und einen internen Menschenrechtsausschuss einzurichten.

Was unsere Kunden sagen
Virginie Mahin, Global Head of Social Sustainability & Stakeholder Engagement, Mondelēz International

„Wir waren beeindruckt von twentyfiftys Fachwissen, kulturellen Einfühlungsvermögen und Professionalität. Um die menschenrechtliche Folgenabschätzung erfolgreich durchzuführen, arbeiteten sie eng mit der globalen Arbeitsgruppe für Menschenrechte von Mondelēz und den lokalen BU-Teams zusammen.”

Projektdetails
Kunde Mondelēz International
Sektor Agrarindustrie
Unsere Leistungen Auswirkungen Verstehen,
Sorgfaltsprozesse Integrieren
Aufgabenbereiche Supply chain, Communications
dauer 2 Jahre
Unsere Erfolgsfaktoren


Menschliches Wohlergehen


Veränderungsmanagement

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